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Fünf fantastische Tage mit und für Inline-Alpin-Sport

FCInl12WMFrTeam134Die amplus-Inline-alpin-Weltmeisterschaft in Cham war Werbung für Sport, die Stadt und den Ausrichter FC Chammünster. Hier der Presse-Abschlussbericht von Holder Hierl.



FCInl12WMSoAbschl548CHAM/CHAMMÜNSTER (chi). „Wir haben jetzt fünf Tage hier in Cham erlebt, die fantastisch waren“, bemerkte Dr. Hans Jürgen Moser, Vorsitzender des FC Chammünster, dessen Ski- & Inlineabteilung die erste von der Fédération International de Rollersports, FIRS, und dem World Inline-Alpin Comittee, WIAC, veranstaltete Inline-alpin-Weltmeisterschaft vom 15. bis 19. August 2012 in der Bayerwaldstadt Cham ausgerichtet hatte, bei der wiederum sehr würdig begangenen Abschlussveranstaltung in der „WM-Arena“ im Chamer Ortsteil Brunnendorf. „Der FC Chammünster ist ein kleiner Verein, doch wir haben das Glück, dass wir Leute haben, die sich so was, wie die WM zu organisieren, zutrauen und auch selbst anpacken und damit viele andere mitreißen. Ich bin stolz auf meine Chammünsterer! Aber das ist noch zu wenig, ich möchte eigentlich jeden von euch umarmen. Jeder hat eine Menge Freizeit oder seinen Urlaub geopfert, um hier mitzuhelfen und dies zu ermöglichen.“

FCInl12WMSoAbschl512Und das, was der FCC-Vorsitzende sagte, empfanden wohl die meisten, die diese WM in Cham miterlebt hatten.So war auch WIAC-Präsident Markus Blättler aus der Schweiz am Samstagabend schon ganz hingerissen: „Ich bin seit der Eröffnung der amplus-Inline-alpin-WM in Cham und habe damals gesagt, dass es ein inneres Feuer gibt, das hier in Cham bei den Sportlern und den Organisatoren und Helfern der WM lichterloh brennt. Aber das ist fast zu wenig gesagt. Was hier abgeht, das ist einfach sensationell! Schon der Internationale Inlinecup war gut, auch der Parallelslalom war gut; der Teamwettbewerb war sehr gut und heute der Riesenslalom war top! – Was kommt morgen? …“ Ja, am Sonntag war noch der Slalom auf dem Programm, sozusagen die Grundform und der Ursprung des Inline-alpin-Sports, von einigen auch als die Königsdisziplin angesehen, und der war wieder spektakulär, bot besten Sport und für die vielen Zuschauer attraktive Rennen.

magda gruber wm rsAuch der Generalsekretär der FIRS, Roberto Marotta aus Rom, war von dem Sport, den er bei der Weltmeisterschaft in Cham wohl zum ersten Mal in dieser Qualität und der ganzen Bandbreite erlebte, ganz begeistert und will ihn in möglichst vielen Ländern etablieren – eine Voraussetzung dafür, dass er einmal olympisch werden  kann. Beim nächsten FIRS-Kongress soll daher Bild- und Filmmaterial von der amplus-Inline-alpin-Weltmeisterschaft 2012 gezeigt werden und die Sportart in der Welt des Rollsports bekannt gemacht werden. Übrigens, bei der WM in Cham waren zehn Nationen vertreten, von Japan über Lettland bis Österreich.
Doch bereits die Fotos und kurzen Videobeiträge, die auf der Homepage der WM, cham2012.com, zu sehen waren und sind, haben offenbar schon „schlafende Hunde“ aufgeweckt und neue Freunde des Inline-alpin-Sports gewonnen. So berichtete der Leiter des WM-Organisationskomitees wie auch der FCC-Ski- & Inlineabteilung, Sigi Zistler, von einer Menge Zugriffen auf die WM-Seite wie auf den Facebook-Account und von positiven Reaktionen unter anderen aus der Ukraine oder Russland.
Aber all diese positiven Eindrücke und die Werbung für den Sport, die diese Weltmeisterschaft in Cham bei den Sportlern, den Funktionären wie den vielen Tausend Zuschauern hinterlassen haben, wären sicher so nicht zustande gekommen, wenn nicht die insgesamt über 300 Helfer und das Organisationskomitee um Sigi Zistler und Alexander Kregiel so hervorragende Arbeit gemacht und mit ihrem unermüdlichen, bis an die physischen und psychischen Grenzen gehenden persönlichen Einsatz, und das alles ehrenamtlich, viele andere mitgerissen hätten.

PSL zuschauerDiese Arbeit würdigte auch Markus Blättler mit einem schönen Beispiel: „Vier WM-Titel sind in den letzten Tagen vergeben worden, ein fünfter wäre eigentlich noch nötig, den hat der FC Chammünster verdient für die Organisation der Weltmeisterschaft, vom Start bis jetzt ins Ziel. Ich hab in den letzten vier Tagen Leute an der Strecke von der Früh bis am Abend arbeiten sehen, immer mit einem Lächeln im Gesicht! Das gibt’s sonst nirgends! Das ist unmenschlich, was hier geleistet worden ist.“ Unmenschlich ist wohl ein wenig übertrieben, aber egal ob Streckenaufbau-Team, Zeitnehmer, Streckensprecher, „Plattenrutscher“, Verpflegungsteam, Rennbüro oder was sonst noch für Aufgaben zu übernehmen waren, jeder war mit ganzem Herzen bei der Sache und manche kamen während der fünf Tage der Weltmeisterschaft nur ganz kurz ins Bett und brachten doch ihre volle Leistung.
Dies würdigte auch Chams Landrat und Bezirkstagspräsident der Oberpfalz Franz Löffler in einem Dankschreiben nach der WM: „Großartiger Sport – perfekte Organisation – sensationelles ehrenamtliches Engagement! Mit diesen drei Worten möchte ich die Inline-WM 2012 in Cham auf den Punkt bringen. Eineinhalb Jahre harte, manchmal vielleicht auch nervenaufreibende Vorarbeit haben sich gelohnt und die WM zu einem herausragenden Ereignis werden lassen. Ich möchte dir (Sigi Zistler), stellvertretend für deine vielen Helfer und Mitstreiter, meine aller höchste Hochachtung, aber auch meinen ausdrücklichen Dank aussprechen. Der FC Chammünster hat sich als wahrer Botschafter für den Landkreis Cham erwiesen und viel Sympathien gewonnen.“

sigi zistler wm RS MB1Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, zumal auch auf dem sportlichen Sektor die Inline-alpin-Rennläufer des FC Chammünster (zwei Goldmedaillen im Teamwettbewerb für Claudia Wittmann und Sebastian Gruber, dazu Bronze für Gruber und Silber für Wittmann im Slalom und auch weitere gute Platzierungen der übrigen FCC-Sportler) sowie der Vereine des Skiverbands Bayerwald (vor allem vom ASV Arrach und dem TV Schierling) unserer Region alle Ehre machten, wenn auch die Rennläufer aus Baden-Württemberg diesmal bei allen Rennen dominierten. Doch die Bayerwaldler hielten die bayerische Fahne hoch. Auch die Sportler aus den anderen Nationen wussten durchaus zu überzeugen (Kristaps Zvejnieks aus Lettland gewann den Slalom-Wettbewerb, andere Top-ten-Plätze gab es etwa für Peter Brandtner und Gabriela Kudelaskova aus Tschechien oder Stefano Berlingheri aus Italien), wurden aber oft durch Stürze auf der sehr anspruchsvollen Strecke mitten in der Stadt von Topplatzierungen im Rennergebnis abgehalten, selbst wenn sie nach dem ersten Durchgang noch unter den ersten Zehn gelegen waren. Gerade die Japaner schienen vom Sturzpech verfolgt zu sein. Doch auch sie verloren ihr Lächeln nicht und werden wohl Cham und die amplus-Inline-alpin-WM 2012 in guter Erinnerung behalten.